Slow it down… Genau das denke ich seit geraumer Zeit, was zu einer kaum noch vorhandenen Bereitwilligkeit meinerseits führt, die kostbare Freizeit dem WWW zu opfern. Die Erklärung ist so simpel wie einleuchtend, das reale Leben mit Liebe, Menschen, Nächten und anderen erfreulichen Zeitvertreiben ist unterm Strich einfach doch verlockender. Ein Lebenszeichen bin ich den treuen und von mir hoch geschätzten Lesern natürlich trotzdem schuldig. In diesem Sinne: Ich bin nicht aus der Welt, aber erstmal eben doch. Passenderweise empfehle ich für ruhige Zeiten obigen Mix, mit dem ich euch eine noch taufrische Musikrichtung ans Herz legen möchte, die meinem Wunsch nach Entschleunigung in diesem täglichen Wahnsinn an Kommunikationsterror stark entgegenkommt. Witch House, Zombie Rave oder Drag heißt dieses Wunderwerk, bei dem beispielsweise alte Oldschool-Hip-Hop- oder New-Wave-Kracher um ein Vielfaches verlangsamt werden und so einen ganz neuen, tiefgründigen Dreh bekommen.
Mit viel Liebe aus Hamburg wünsche ich allen ein akkustisches Vergnügen mit Slow it down von Modern Stalking. So long, bis bald ihr Süßen!
Gorillaz - Stylo (feat. Bobby Womack & Mos Def)
Incredible Beats und eines der fettesten Videos ever! Die Karren! Die Donuts! Bruce Willis for President!
Und nun ein bisschen allerfeinste Musik für zwischendurch von drei Hamburger Herren, für die ich (nicht nur) musikalisch meine Hand ins Feuer legen würde! Als erstes empfehle ich wärmstens den neuen grandiosen Mix von Daniel D. mit dem passenden Titel “Eiszeit” - hot shit sag ich euch… Wer vorige Woche Freitag im knackevollen Hafenklang bei Frau Gorbatschowa war, hat alles richtig gemacht, denn er kam in den Genuss eines fantastischen Livesets von dem ebenso fantastischen Pelle Buys - wer es zu seiner Schande verpasst hat, kann es sich nun auf Soundcloud zu Gemüte führen. Be prepared for goose bumps! Zu guter Letzt noch der superfonky Track “M92 Sternhauven” von Wahl-Kölner Mitch, den er zusammen mit Marian Mueller fabriziert hat. Techno + House = Big ♥!
“This goes out to all the motherf*ckers that like 15-20 minute versions of a mother f*cking record.”- Word!Na, da haben sich ja zwei gefunden. DJ Hell macht (mal wieder) gemeinsame Sache mit dem Diddy und wenn auch weder der eine noch der andere in lezter Zeit für Begeisterungsstürme gesorgt hat, so wollen wir doch trotzdem mal ganz unvoreingenommen in “The DJ” reinhören, nicht wahr? Die Bilder dieses kleinen Clips sollten bekannt sein, Stichwort Projektgalerie während der letzten Fashion Week. Wer sie nicht kennt - hier haben wir es mit den Kampagnenbildern zur Unterwäschelinie des Österreichischen Labels Wendy&Jim zu tun, designed by - wie könnte es anders sein - DJ Hell.
Future of electronic sound? Vermag ich nicht zu sagen bzw. zu glauben, das Video zu Grum’s Heartbeat jedoch ist so wundervoll trashig trancig, dass es sofort mein Herz erwärmte und hier einen Platz finden muss - und bitte:
Katja bittet um musikalische Aufklärung, soll ’se haben! Dabei gibt es eines zu beachten - mein Baujahr! Ich bin ein Kind der 80er, ich bitte dies im Hinterkopf zu behalten. Los geht’s:
Meine frühesten Erinnerungen bzw. Kassettenkäufe gehen wohl in Richtung Roxette, Ace of Base und natürlich Michael Jackson, aber come on, das war Ende der 80ies nun mal so!
Einige Jährchen später mit 12/13/14 ging’s ganz schnell: Über Fanta 4, Freundeskreis und Massive Töne gelang ich in die Tiefen des - um es mit Vati’s Worten zu sagen – Gängstaräääps. Mit meiner 3 Jahre älteren Schwester ließ ich mir zwar gemeinsam das Nasenpiercing in der Marktstraße stechen, musikalisch entfernten wir uns aber schnell um Lichtjahre – einziger Berührungspunkt: das Dog Eat Dog Konzert 1995 im Docks, was mir zwei Wochen lang Ohrenpiepen bescherte. Während sie sich dann REM, Green Day, Garbage, Korn und Co. verschrieb gab es für mich ziemlich schnell nur noch West Coast. 2Pac und Wu-Tang Clan rauf und runter, zwischenzeitlich ein wenig Rhythm & Blues, das gehörte zum guten Ton in Hamburger Vorstadt Jugendclubs einfach dazu.
Mit 17 dann eröffnete sich mir mitttels stadtbekannten Kiffern (an dieser Stelle ein Gruß an LaHoMa Central, Gartenstadt und Konsorten) die Welt des melodischen, tiefsinnigen französischen HipHops, eine ganz neue akkustische Erfahrung, die meine kleinen feinen Öhrchen gehörig schulten. IAM, Faf Larage, Fonky Family, Freeman – das waren, nein, das sind Helden.
Während der Abizeit 2001-2002 kam 2Step und Drum’n Bass inkl. diverser Feten im Hafenklang, Phonodrom oder in der Roten Flora dazu und von da war es selbstverständlich nicht mehr weit zum….Ilääääktro. Während ich meine damalige Flamme DMA’s Mitchi noch inständig versuchte davon abzuhalten - „Ey du kannst doch jetzt nicht einfach TECHNO hören!?“, war der – Vorreiter wie eh und je – schon längst in die Sphären jeglicher elektronischer Klänge abgedriftet und bescherte mir mein erstes Mixtape. Von da an gab es kein Halten mehr – in meinen alltime-favourite Clubs, beide leider nicht mehr existent, im Click 808 im alten C&A-Gebäude und in der Tanzhalle in der Silbersackstraße wurde die Nacht zum Tag gemacht, das Tanzbein bis zur Erschöpfung geschwungen, hauptsache es drückte und pumpte. Zu unglaublichen Sets von Miss Kittin, Mathew Jonson, The Hacker, Ellen Alien und natürlich den Locals Harre, Cranque, Lawrence, Pelle usw. fand ich meine persönliche Erleuchtung. Der Umzug vom Vorort directamente to St. Pauli anno 2004 war da nur von Vorteil…
Und heute? Heute höre ich alles davon, je nach Stimmungslage und Wetterbedingungen. Anthony Rother gesellt sich zu Dizzee Rascal, The Prodigy zu Mike Jones, James Holden zu The Roots, Modeselektor zu Alexander Kowalski und so weiter und so fort…
Was ich nie hören werde? Meine engsten Vertrauten wissen’s seit Jahren, an dieser Stelle noch mal offiziell – ich meide den Hamburger Berg wie die Pest (except Bambi Bar) oder noch plakativer: Indie My Ass!
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