Apr 3, 2009 25
re:publica | Bloggetten, Babykotze und Maskulisten

Mit dem heutigen Tag 3 ging gerade auch die 3. re:publica zu Ende und bevor ich dieses heiße (23° C) Geek-Intermezzo ad acta lege, möchte ich kurz noch ein paar Eindrücke sowie einen kleinen Aufruf an das bloggende Modevölkchen loswerden. Los ging’s heute Morgen mit schönem Gekuschele im Friedrichstadtpalast zu einem Vortrag von Jimbo Wales zu Wikipedia - leider mit wenig neuem Inhalt. Nun gut, nach einem schnellen Berlin Press Days Quikie in Form von der neuen Nike Sportswear Kollektion (die neuen Dunks sind der Oberknaller!), quetschten wir uns in das freudig erwartete Panel “Wenn Frauen bloggen - Warum Babykotze genauso relevant ist wie das iPhone”, in dem auch Les Mads’ Julia mit von der Partie war. Zugegeben, der Titel machte schon leicht stutzig, die Diskussion dann selber war zwar rege, aber nicht wirklich wegweisend. Ich lernte ein neues Wort kennen (Maskulisten = männliche Antifeministinnen), hackte zusammen mit den anderen Mädels ein bisschen auf den Veranstaltern ob der zu wenigen Präsenz von Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts auf den Panels rum, und überlegte, ob ich zu einer “she:publica” gehen würde. (Würd ich, aber nur wenn die Kerle auch kommen!)

Wirklich spannend, wie so oft, wurde es nach Abpfiff in Gesprächen im Innenhof, ein paar Sachen habe ich dabei für mich mitgenommen. Obwohl in meiner Wahrnehmung die verhasste Stutenbissigkeit unter Frauen allgemein abnimmt, müssen wir uns gegenseitig weiterhin noch viel mehr pushen! Einmal im “Real Life” durch kräftiges Online- und Offline-Genetzwerke bis der Arzt kommt, Jobs- (und Männer-) Zugeschiebe - und natürlich massiv digital, sprich in unseren geliebten Baby’s, den Blogs. Viel zu oft fällt auf, dass Credits nicht vergeben werden, Quellen nicht verlinkt werden und so weiter und sofort. Mädels, das müssen wir ändern! Die Verlinkungskultur lässt an vielen Enden und Ecken noch zu wünschen übrig, also lasst uns doch alle “href’s” setzten, bis sich die Balken biegen. Wir stecken alle so viel Zeit, Herzblut, Liebe und nicht zuletzt Kohle (weil Mode) in unsere schicken Seiten, warum das ganze Unterfangen nicht noch viel prominenter machen, feste zusammenhalten und dann irgendwann den dicken Kuchen (Millionärin durch Bloggen? Die Front Row gehört uns? Frauen an die Macht?) gemeinsam verspeisen? Na, wie hört sich das an?











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