Um meine Visage rund um den Bebelplatz vergangene Woche nachträglich noch ein wenig zu rechtfertigen, möchte ich kurz noch mal auf Schriftliches von mir auf meinem Baby OK COOL hinweisen, hier habe ich ein paar Sätze zu den Kollektionen von Marcel Ostertag, Arrondissement AQ1, Patrick Mohr, Superated, Kilian Kerner, Thomas Engel Hart, Je Suis Belle, Perret Schaad und Mikenke verloren. Nicht, dass die alle denken, sie hätten die van Houtem umsonst eingeladen. Weiterhin habe ich obiges Bild ausgesucht, um meinem schönsten Accessoire während der Zeit zu huldigen - und das ist weder die Stress-Zigarette, noch die 6-EUR-Brille oder meine schöne Plastikledertasche. Nein, selbstverständlich meine ich den Mann mit den 100 Gesichtern, den Herrn Buys. Ich habe ja immer so meine Probleme mit akutem Damen-Überschuss und deswegen war seine temporäre Anwesenheit Gold wert. Gemeinsam konnten wir so richtig schön loben, staunen, genießen und manchmal eben auch: abhaten. Das können wir nämlich so richtig gut, da sind wir quasi unschlagbar drin.
Bevor ich auf den Gewinner der diesjährigen Verleihung des Designer for Tomorrow Awards von P & C zu sprechen komme, muss ich erstmal auf mein persönliches Highlight der Show am heißen Freitagnachmittag eingehen: Mein wundervolles “Patenkind” Magdalena Stark eröffnete die Show mit ihrer nach wie vor unwiderstehlich exorbitanten Kollektion und wer läuft als Erste? Meine KumpelineTheresa Genth! Selbstverständlich war ich nach diesem Kracher schon mal seelig und konnte dann auch den “Doch-nicht-Sieg” meiner Favoritin verkraften. Der Gewinner ist Parsival Cserer, dessen Strickmode mit graphischen Mustern auch mich als neuen Fan gewonnen hat und mit dem wir nach dem Tam Tam noch ganz entspannt auf einem Hoteldach ein wenig feiern konnten. Auch wenn’s platt klingt: Für mich sind alle 8 Gewinner, ich für meinen Teil war tatsächlich von jeder Kollektion auf dem Laufsteg angetan. Und um Magdalena müssen wir uns auch keine Sorge machen, die zieht es wahrscheinlich bald nach Kopenhagen. Ist das nicht toll?
Die wohl charmanteste Festivität der Woche bescherten uns Wood Wood & Ellesse am Freitag im Kinderbad im Monbijoupark - wunderbar festgehalten von Katja inklusive Küsschen von meiner Wenigkeit!
…die Fortsetzung meines gestrigen Beitrags zu Laurèl und das bisherige Highlight meiner fünften Modewoche: Rena Lange. Lieber Herr Neale, wie schaffen Sie es nur, mich mit jeder einzelnen Ihrer Kreationen so um den Verstand zu bringen? Ich kann doch hier nicht 30 Bilder posten! Ich verbeuge mich vor ihrem einzigartigen Stilempfinden und bedanke mich für diesen Glanz & Gloria im Plastikzelt. Danke, Julian (darf ich Julian sagen?) - Danke.
Eines vorweg: Ich flaniere nicht über die Berliner Modewoche, um unbedingt Neues, Innovatives bzw. textile Zukunftsmusik aufzuspüren. Die sogenannte Avantgarde langweilt mich mittlerweile immer öfters: “Schwarz kann doch jeder” denke ich ab und an bei mir und dieses ganze Formen-Wirrwarr grenzt meines Erachtens langsam an Absurdität. Ich schiebe es einfach mal auf mein stetig zunehmendes Alter und dem damit wachsenden Spießer-Gen, dass ich mich immer mehr nach zeitloser Klassik und echtem, wahren Stil sehne. Genau deswegen geht mir auch das Herz bei Laurèl und Rena Lange auf. Hier ist alles durchdacht, bis in den kleinsten Nadelstich formvollendet und von so einmaliger Klasse, Größe und Eleganz, dass ich angesichts der Anmut der in den Kleider steckenden Grazien sofort ehrfürchtig erstarre. Vielleicht sollte ich die zweifellos erstklassigen Jungdesigner dieser Gefilde zukünftig lieber den jüngeren Kollegen/-innen überlassen und mich den mal mehr, mal weniger angestaubten Traditionshäusern widmen? Ich werde dies gleich mal bei einem schönen Bourbon überdenken…
Eine (Selbst-) Inszenierung der Extraklasse wurde uns vergangenen Freitag im Friedrichstadtpalast geboten, die den eigentlichen Protagonisten - die Mode - weit in den Hintergrund rückte. Stattdessen standen bei der Michalsky StyleNite Bussi-Bussi, Glitzi-Glitzi und Schi-Schi ganz oben auf der Speisekarte, so dass auch wir letztendlich mitmachten und leicht angeheitert aus der achten Reihe das Schauspiel auf uns wirken liessen. Dabei galten die Erwartungen weder den drei gezeigten Kollektion von Lala Berlin / Kaviar Gauche / Michalsky, die dann alle auch nicht so recht überzeugen konnten, sondern vielmehr dem angekündigten Auftritt von Spandau Ballet, die sich nach gut 20 Jahren mal wieder die Ehre gaben sowie Altmeister DJ Hell, der erneut unsere Ohren mit feinstem Techno versüßte. Ein paar Eindrücke:
Ein bombastischer Laufsteg, der den Models mit 10% (?) Gefälle Kopfzerbrechen bereitete, haben sie aber alle vorbildlich gelöst…
…dann das sagenhafte Intro und die ersten Minuten Spandau Ballet live!
“Gold!” - und alle drehen se durch. Vor allem Monsieur Michalsky…
…der begab sich zu späterer Stunde dann auch straight into Hell!
…zu guter Letzt hier noch ein miserabler Ausschnitt meiner (Achtung Selbstlob) grandiosen Abendgarderobe aka Powerschulter-Kostüm in Lindgrün, ein Einzelstück für schlappe 50 Euronen aus der Nightboutique - Designer leider unbekannt!
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