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re:publica | Bloggetten, Babykotze und Maskulisten

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Mit dem heutigen Tag 3 ging gerade auch die 3. re:publica zu Ende und bevor ich dieses heiße (23° C) Geek-Intermezzo ad acta lege, möchte ich kurz noch ein paar Eindrücke sowie einen kleinen Aufruf an das bloggende Modevölkchen loswerden. Los ging’s heute Morgen mit schönem Gekuschele im Friedrichstadtpalast zu einem Vortrag von Jimbo Wales zu Wikipedia - leider mit wenig neuem Inhalt. Nun gut, nach einem schnellen Berlin Press Days Quikie in Form von der neuen Nike Sportswear Kollektion (die neuen Dunks sind der Oberknaller!), quetschten wir uns in das freudig erwartete Panel “Wenn Frauen bloggen - Warum Babykotze genauso relevant ist wie das iPhone”, in dem auch Les Mads’ Julia mit von der Partie war. Zugegeben, der Titel machte schon leicht stutzig, die Diskussion dann selber war zwar rege, aber nicht wirklich wegweisend. Ich lernte ein neues Wort kennen (Maskulisten = männliche Antifeministinnen), hackte zusammen mit den anderen Mädels ein bisschen auf den Veranstaltern ob der zu wenigen Präsenz von Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts auf den Panels rum, und überlegte, ob ich zu einer “she:publica” gehen würde. (Würd ich, aber nur wenn die Kerle auch kommen!)

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Wirklich spannend, wie so oft, wurde es nach Abpfiff in Gesprächen im Innenhof, ein paar Sachen habe ich dabei für mich mitgenommen. Obwohl in meiner Wahrnehmung die verhasste Stutenbissigkeit unter Frauen allgemein abnimmt, müssen wir uns gegenseitig weiterhin noch viel mehr pushen! Einmal im “Real Life” durch kräftiges Online- und Offline-Genetzwerke bis der Arzt kommt, Jobs- (und Männer-) Zugeschiebe - und natürlich massiv digital, sprich in unseren geliebten Baby’s, den Blogs. Viel zu oft fällt auf, dass Credits nicht vergeben werden, Quellen nicht verlinkt werden und so weiter und sofort. Mädels, das müssen wir ändern! Die Verlinkungskultur lässt an vielen Enden und Ecken noch zu wünschen übrig, also lasst uns doch alle “href’s” setzten, bis sich die Balken biegen. Wir stecken alle so viel Zeit, Herzblut, Liebe und nicht zuletzt Kohle (weil Mode) in unsere schicken Seiten, warum das ganze Unterfangen nicht noch viel prominenter machen, feste zusammenhalten und dann irgendwann den dicken Kuchen (Millionärin durch Bloggen? Die Front Row gehört uns? Frauen an die Macht?) gemeinsam verspeisen? Na, wie hört sich das an?

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Bloggetten United - die Nachwehen

Ein paar Gedanken noch zum Treffen einer Hand voll Modebloggerinnen in Kopenhagen, dann kann ich mich auch vollends beruhigt in eine neue Modewoche stürzen. Freitag spät in der Nacht kam ich also wieder in Hamburg an und fühlte mich komplett erledigt. Nicht dass das Programm zu anstrengend gewesen wäre oder zu wenig Schlaf daran schuld war - nein, ich hatte mir einfach ca. 52 Stunden lang Gedanken ums Bloggen gemacht, so viel, wie vermutlich noch nie zuvor. Mit der Zeit ist das Bloggen in Fleisch und Blut übergegangen. Es ist für mich vollkommen natürlich geworden, von früh morgens bis spät abends das Internet nach neuen Inhalten, neuen Blog-Posts, Kommentaren etc. zu checken und elendig viel Zeit in dieses Medium zu versenken. Denn: das alles macht unglaublich viel Spaß! Allerdings sich so geballt und intensiv über das Bloggen mit fünf anderen zauberhaften Profi-Bloggerinnen zu unterhalten, hat schon Spuren hinterlassen. Themen wie “der gläserne Mensch”, “das Agathe Phänomen”, “Unabhängigkeit vs. Kohle verdienen” kamen auf den Tisch, die ein ganz schönes Wirrwarr in meinem Kopf veranstaltet haben. Mir fiel auf, dass ich mir schon lange keine konkreten Gedanken mehr darüber gemacht habe, was ich hier eigentlich genau mache. Wo soll es mit dem Blog hingehen? Wieviel will ich von mir preis geben? Welche Themen sollen hier addressiert werden? Das ganze hatte ein ziemlich lethargisches Wochenende zur Folge, dem nur die Entdeckung eines Burrito-Ladens ein wenig Abhilfe schaffen konnte. Heute hat mich der Alltag vollends wieder, aber trotzdem sind mir einige Dinge glasklar geworden: a, ich brauche (Internet-) Urlaub, ganz wichtig b, immer crémig bleiben und vielleicht noch c, La Lila kommt anscheinend in die Pubertät!

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